Braucht man noch Grafikdesigner und Webdesigner, wenn KI gestaltet?
KI beschleunigt erste Entwürfe und erweitert Ideen. Für Konzept, Ansprache und die Umsetzung braucht es weiterhin Grafikdesigner, Webdesigner und das Team.
Grafikdesigner und Webdesigner werden auch mit KI gebraucht, weil Gestaltung ein klares Konzept, eine passende Ansprache und eine funktionierende Umsetzung verlangt. KI kann erste Vorschläge für Bilder, Texte und Layouts liefern. Menschen übersetzen jedoch ein Briefing in Entscheidungen, die zur Marke, Zielgruppe und Anwendung passen.
Ich bin Philipp Ziolko, Creative Director bei der REALDOT Werbeagentur in Wuppertal. Als gelernter Mediengestalter Digital und Print arbeite ich an Kampagnen, Key Visuals, 3D-Animationen, Videos und Websites. KI-Werkzeuge gehören dabei zu meinem Workflow und liefern Impulse für erste Richtungen.
Die Frage ist für mich nicht, ob KI Gestaltung erzeugen kann. Sie kann aus Informationen Varianten ableiten und Ansätze sichtbar machen. Entscheidend bleibt, ob eine Gestaltung für das Unternehmen verständlich ist, die gewünschte Wirkung unterstützt und sich im vorgesehenen Medium sauber umsetzen lässt.
Braucht man noch Grafikdesigner und Webdesigner?
Grafikdesigner und Webdesigner entwickeln aus einer Aufgabenstellung eine Richtung, die für Marke, Zielgruppe und Medium funktioniert. Eine schnell erzeugte Datei beantwortet noch nicht, welche Botschaft ankommen soll oder welche Gestaltung dazu passt.
Am Anfang eines Projekts stehen Ziel, Zielgruppe und Inhalt. Daraus entsteht eine visuelle Richtung mit Bildsprache, Typografie, Farben und Aufbau. Diese Richtung muss auch dann erkennbar bleiben, wenn ein Key Visual später auf Social Media, einer Website, in einer Anzeige oder auf einer räumlichen Fläche erscheint.
Webdesign verlangt zusätzlich eine klare Struktur und Inhalte, die auf unterschiedlichen Geräten nutzbar bleiben. Ich arbeite dafür mit WordPress sowie HTML und CSS. KI kann bei Textansätzen oder frühen Prototypen unterstützen. Die Gestaltung und technische Umsetzung prüfe ich anschließend anhand der konkreten Anwendung.
Ein Konzept verbindet die einzelnen Gestaltungsschritte. Es sorgt dafür, dass eine Idee nicht bei einem einzelnen Bild oder Layout endet, sondern in verschiedenen Medien nachvollziehbar bleibt.
Das Projekt „Einfach. Zukunft.“ für Schneidereit Professional zeigt, wie Gestaltung in mehreren Ebenen zusammenkommt. Kampagnenidee, räumliche Planung und Flächengestaltung mussten aufeinander abgestimmt werden. Bei REALDOT entwickeln wir solche Projekte im Team. Ich begleite als Creative Director die kreative Linie vom ersten Gedanken bis zur fertigen Datei.
Wie verändert KI die Arbeit von Grafikern und Webdesignern?
KI verändert die frühen Phasen von Grafikdesign und Webdesign, weil Ideen, Textansätze und Bildrichtungen schneller sichtbar werden können. Sie kann Material für einen kreativen Prozess liefern und hilft dabei, mögliche Wege zu prüfen.
Ich nutze KI als ersten Anhaltspunkt. Auf Grundlage eines Briefings gebe ich meine ersten Gedanken mit und lasse meinen Horizont durch die Vorschläge erweitern. Daraus entsteht ein Mix aus Ideen, den ich auf das Ziel des Projekts prüfe.
Meine Bewertung bleibt dabei ein wichtiger Arbeitsschritt. Ich prüfe, ob eine Richtung zur Marke passt, ob sie für die Zielgruppe verständlich ist und ob sie sich im gewünschten Medium umsetzen lässt. Ein Entwurf kann als erstes Bild überzeugen und dennoch nicht für eine Kampagne, Website oder Druckanwendung geeignet sein.
Meine Erfahrung aus dem Marketing bei FEIDA Tools und als Content Manager beim FC Schalke 04 prägt meinen Blick auf Ansprache und Inhalte. Ich entwickle das Wording bewusst selbst, wenn es um Kunden und deren Zielgruppen geht. Den Kontext eines Unternehmens und die Anforderungen einer Aufgabe kann ich gezielter einordnen als ein KI-Werkzeug.
Welche KI für Grafiker nutze ich im Workflow?
Für Grafiker ist weniger entscheidend, welches einzelne KI-Werkzeug eingesetzt wird, als an welcher Stelle es den Workflow unterstützt. KI ersetzt kein Briefing und keine fachliche Bewertung der Ergebnisse.
Text-KI kann Gedanken aus einem Briefing sortieren und erste Formulierungen anstoßen. Bild-KI kann visuelle Richtungen sichtbar machen. Für Layouts und Webdesign lassen sich erste Prototypen vorbereiten. Diese Ergebnisse nutze ich als Arbeitsgrundlage und bearbeite sie für die jeweilige Aufgabe weiter.
Ein KI-gestützter Workflow braucht einen klaren Ausgangspunkt und eine fachliche Kontrolle. In meiner Praxis kann der Ablauf so aussehen:
- Briefing prüfen: Ich kläre, welches Ergebnis erreicht werden soll und welche Informationen zum Unternehmen wichtig sind.
- Eigene Ideen formulieren: Ich halte erste Gedanken zur Ansprache, Zielgruppe und visuellen Richtung fest.
- KI als Impuls nutzen: KI liefert Vorschläge für Text, Bild oder Aufbau auf Basis dieser Informationen.
- Vorschläge bewerten: Ich prüfe die Ansätze auf Markenbezug, Verständlichkeit und spätere Anwendung.
- Richtung im Team entwickeln: Wir bei REALDOT arbeiten die tragfähige Idee weiter aus und setzen sie mit passenden Werkzeugen um.
Die Ausarbeitung beginnt nach der Auswahl einer Richtung. Dateien müssen für ihre Anwendung aufgebaut und vorbereitet werden. Je nach Aufgabe arbeite ich mit Photoshop, InDesign, Premiere, After Effects oder Blender. Für Webprojekte kommen WordPress, HTML und CSS dazu.
Was kann KI im Designprozess nicht ersetzen?
KI kann den Kontext eines Kundenprojekts nur anhand der Informationen einordnen, die sie im Briefing erhält. Die Verantwortung für Konzept, Gestaltung, Abstimmung und Umsetzung liegt daher bei den Menschen, die ein Projekt entwickeln.
Ein ausführliches Briefing ist die Grundlage für sinnvolle KI-Ergebnisse. Je nach Aufgabe gehören dazu Informationen zur Zielgruppe, zur gewünschten Ansprache, zu historischen Fakten des Unternehmens sowie zu früheren Projekten und deren Ergebnissen. Fehlt dieser Kontext, können Vorschläge zu allgemein bleiben.
Ein häufiger Fehler im Kreativprozess liegt darin, einen KI-Entwurf früh als fertige Lösung zu behandeln. Ein Bild kann ansprechend sein und dennoch die falsche Ansprache haben. Eine Formulierung kann gut klingen und nicht zur Marke passen. Ein Layout kann im Entwurf funktionieren, aber technische Anforderungen einer Website oder Druckdatei verfehlen.
Die folgende Gegenüberstellung zeigt die unterschiedlichen Aufgaben von KI-Werkzeugen und dem Kreativteam:
Merkmal | KI-Werkzeug | Designer und Team |
|---|---|---|
Ausgangspunkt | Verarbeitet Vorgaben | Klärt Ziel und Kontext |
Ideenfindung | Liefert Varianten | Bewertet und entwickelt |
Ansprache | Schlägt Formulierungen vor | Kennt Marke und Zielgruppe |
Umsetzung | Erzeugt Entwürfe | Prüft Anwendung und Dateien |
Bei REALDOT entwickeln wir Projekte im Team und stimmen Inhalte, Gestaltung und Anwendung miteinander ab. KI kann diesen Austausch mit ersten Ansätzen vorbereiten. Die Entscheidung für eine Richtung und die Ausarbeitung für verschiedene Medien bleiben Teil unserer Zusammenarbeit.
Warum braucht Gestaltung mit KI klare Entscheidungen?
Gestaltung mit KI braucht klare Entscheidungen, weil schnell verfügbare Entwürfe noch keine gemeinsame Richtung festlegen. Entscheidend ist, welche Botschaft beim Betrachter ankommen soll und wie sie zur Marke passt.
Für Unternehmen im Bergischen Land ist das praktisch, wenn Kampagnen, Websites oder visuelle Inhalte entwickelt werden sollen. Ein gutes Briefing schafft eine belastbare Grundlage. Gestaltungserfahrung und technische Umsetzung sorgen anschließend dafür, dass aus einer Idee eine nutzbare Anwendung wird.
Einen Überblick über die Medien und Themen, an denen wir arbeiten, findest du unter philipp-ziolko.de/leistungen. Meine Aufgaben und die Rolle im Kreativprozess erkläre ich unter philipp-ziolko.de/journal/was-macht-eigentlich-ein-creative-director.
KI ist für mich ein Werkzeug im kreativen Workflow. Sie hilft mir, Ideen weiterzudenken und erste Richtungen sichtbar zu machen. Konzept, Ansprache und Umsetzung entwickeln wir bei REALDOT im Team. Ich bin Philipp Ziolko, Creative Director bei der REALDOT Werbeagentur in Wuppertal, und begleite diese Arbeit von der Idee bis zur fertigen Datei.
Häufige Fragen
- Braucht man noch Grafikdesigner, wenn es KI gibt?
- Braucht man noch Grafikdesigner, wenn es KI gibt? Ja, Grafikdesigner werden gebraucht, weil sie Briefings einordnen, Gestaltung bewerten und Ergebnisse für konkrete Anwendungen ausarbeiten. KI kann Varianten für Bilder, Texte oder Layouts liefern. Die passende Ansprache, die visuelle Richtung und die technische Vorbereitung entstehen im kreativen Prozess.
- Braucht man heute noch eine Ausbildung zum Grafikdesigner?
- Braucht man heute noch eine Ausbildung zum Grafikdesigner? Ja, eine Ausbildung vermittelt Grundlagen für Gestaltung und technische Umsetzung, die auch beim Arbeiten mit KI wichtig bleiben. Typografie, Layout, Bildbearbeitung und Produktionsdaten helfen dabei, Entwürfe zu beurteilen und für digitale oder gedruckte Anwendungen sauber vorzubereiten.
- Wie integriere ich KI sinnvoll in meinen kreativen Workflow?
- Wie integriere ich KI sinnvoll in meinen kreativen Workflow? Du integrierst KI sinnvoll mit einem klaren Briefing, konkreten Unternehmensinformationen und einer anschließenden fachlichen Prüfung. Philipp Ziolko, Creative Director bei der REALDOT Werbeagentur in Wuppertal, nutzt KI in seiner Praxis als Impuls für erste Ideen und entwickelt die ausgewählte Richtung weiter.
- Wo setzt das Team bei REALDOT KI und Mensch ein?
- Wo setzt das Team bei REALDOT KI und Mensch ein? Bei REALDOT in Wuppertal nutzen wir KI für erste Ideen, Varianten und Arbeitsgrundlagen, während Konzept, Gestaltung und Umsetzung im Team entstehen. Philipp Ziolko arbeitet als Creative Director mit KI-Werkzeugen im Workflow und prüft Ergebnisse auf Ansprache, Zielgruppe und Anwendung.